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Wozu muss ich Lizenzen verwalten?

von Olivia Schütt • Aug. 29, 2019

Die Lizenzvereinbarung von Shutterstock besteht aus 5’888 Wörtern, die Lizenzvereinbarung von Getty Images aus immerhin 8’736 Wörter, Flickr verweist auf Creative Commons und damit auf eine Webseite mit ca. 35’000 Unterseiten. Die und damit auf eine Webseite mit ca. 35’000 Unterseiten belaufen sich auf stolze 6’605 Wörter.

Lizenzen sind für den Anwender mit einem schnellen “OK” abgehandelt, doch eigentlich sollte jeder Anwender und Nutzer sich die Lizenzbedingungen anschauen. Lizenzverstösse sind schnell sehr teuer, da sowohl verlorene Gewinne ersetzt, als auch zusätzliche Strafen gezahlt werden müssen – in solchen Fällen wäre ein privater Fotograf günstiger gewesen.

Glücklicherweise gibt es Systeme wie die Picturepark Content Platform, mit denen Richtlinien zur Verwaltung von Inhalten einfach konfiguriert und angewendet werden können. Teil dieser Richtlinien, also der Content Strategy, sollte auch immer die Verwaltung von Lizenzen sein.

Welche Lizenzen gibt es denn überhaupt?

Eine ausführliche Beschreibung aller weltweit verfügbaren Lizenzen würde den Rahmen sprengen, so dass wir nur auf eine Auswahl eingehen werden. Wikipedia listet bereits alle Details zu den Lizenzen und wir haben daher auf Wikipedia verlinkt.
Freie Software, bezieht sich auf Software, die verwendet, verbreitet und geändert werden darf. Diese Freiheit der Verwendung, wird mit folgenden Lizenzen weiter eingeschränkt.

  • Die GNU General Public License (GPL) erlaubt die freie Verwendung, wobei ein diese Lizenz weiter einschränken kann. Das ‘Copyleft’ bestimmt, dass bestehende Lizenzbedingungen weitergegeben werden müssen.
  • Die BSD-Lizenz, zu der auch die Apache-Lizenz und die MIT-Lizenz gehören, verlangen lediglich, dass der Copyright-Hinweis nicht entfernt wird.

Eine Liste von freier Software findet sich bei der Suche nach Free/Libre Open Source Software, sowie dem dazugehörigen Akronym FLOSS.

Allerdings wird die Gemeinfreiheit national geregelt und einige Teile der EU kennen keine Gemeinfreiheit, weswegen trotz Verzicht auf Lizenzbeschränkungen Lizenzbeschränkungen anfallen.

Zudem gibt es noch die sogenannte Gemeinfreiheit, ähnlich der Public Domain. In diesen Bereich gehören die Do What The F*ck You Want To Public License (WTFPL) oder die CC0. Werke mit dieser Lizenz gehören der Gemeinheit und verzichten auf Lizenzbeschränkungen. Allerdings wird die Gemeinfreiheit national geregelt und einige Teile der EU kennen keine Gemeinfreiheit, weswegen trotz Verzicht auf Lizenzbeschränkungen Lizenzbeschränkungen anfallen.

Die Creative-Commons-Lizenzen (CC) unterscheiden sich in vier grundlegenden Arten, die wiederum kombiniert werden können.

  • CC BY verlangt das der Urheber genannt wird.
  • CC NC bedingt, dass das Werk nicht kommerziell genutzt werden darf.
  • CC ND verbietet die Veränderung des Werkes.
  • CC SA verlangt, dass das Werk nach Veränderung unter derselben Lizenz weitergegeben wird.

Zudem gibt es die unfreie Software, die den jeweiligen Lizenzbedingungen des Herausgebers unterliegt. Diese werden meist in einem Endbenutzer-Lizenzvertrag (EULA). Hierunter fallen die Lizenzen für Picturepark oder viele Adobe-Produkte.

Wie merke ich mir all diese Lizenzen?

Idealerweise definiert eine Content Strategy klare Richtlinien für die Verwendung von Inhalten und schreibt beispielsweise vor, dass nur Werke unter Creative Commons Lizenz verwendet werden sollen. Oft wird die Verwendung auf Public-Domain-Lizenzen eingeschränkt, so dass die Angabe von Urheber oder Quelle freiwillig geschieht.

Denn ein Schulungsvideo zur Nutzung von APIs, welches in Microsofts Visual Studio gedreht wird, benötigt eine entsprechende Lizenz von Microsoft. Der Teufel liegt eben im Detail.

Richtlinien zur Verwendung von Software sollten in der Entwicklung und IT klar definiert sein. Davon ist allerdings auch das Marketing betroffen. Denn ein Schulungsvideo zur Nutzung von APIs, welches in Microsofts Visual Studio gedreht wird, benötigt eine entsprechende Lizenz von Microsoft. Der Teufel liegt eben im Detail.

Es empfiehlt sich eine Content Platform, die zur Verwaltung von Lizenzen genutzt wird. In der Picturepark Content Platform enthält eine Liste alle erlaubten Lizenzen, so dass ich mir dort einen Überblick über diese verschaffen kann. Als neuer Mitarbeiter erspart mir das die langweilige Durchsicht von PDF-Richtlinien. Ich kann mich einfach durch das System browsen und die Details anschauen.

In meiner fiktiven Firma, dem Picturepark FOFA-Beispiel, sind GNU, CC BY und Getty-Lizenzen erlaubt und in Anwendung. Software-Lizenzen vernachlässigen wir vorerst.

In den Details der jeweiligen Lizenz habe ich weitere Handlungsaufforderungen (“attribution must be provided”) und einen Link zum jeweiligen Detail. Der Status zeigt mir, ob die Lizenz noch aktiv genutzt werden darf oder nicht. Viel einfacher kann eine Einführung in das Lizenzmanagement meines Unternehmens nicht sein.

Wie kann ich die Lizenzen bearbeiten?

Die Lizenzen in der Content Platform können direkt in der Liste bearbeitet, erweitert oder gelöscht werden. Natürlich kann ich jederzeit einen Export aller Lizenzen erstellen und diesen in Excel weiterbearbeiten oder auch von meiner Rechtsabteiltung prüfen lassen.

Das exportierte Excel enthält alle ausgewählten Informationen und kann später direkt wieder für den Import genutzt werden. Idealerweise kümmert sich die Lizenzverantwortliche direkt um die Verwaltung und Korrektheit der Lizenzen.

Wie bearbeite ich die Lizenzen der Inhalte?

Für die Bearbeitung der eigentlichen Inhalte mit zugewiesener Lizenz gehe ich gleich vor. Entweder bearbeite ich die Informationen direkt im System, pro Element oder gesamthaft für alle betroffenen Elemente. Ein Export in Excel ist auch möglich. Dazu wähle ich alle CC-BY-Elemente mit dem Lizenz-Filter und vom Typ Grow-Shot und exportiere die Lizenzinformationen, die ich in Excel bearbeiten will.

Nach der Bearbeitung in Excel oder einem alternativen Programm speichere ich die Datei und mache einen Import.

Beim Import muss ich noch die Spalten mit den Feldern der Content Platform verbinden und bekomme meine Vorschau der neuen Metadaten, die auf die Inhalte heruntergeschrieben werden.

Aus den aktualisierten Informationen wird mir in der Content Platform der Copyright-Hinweis aktualisiert angezeigt und ich kann das Bild direkt mit korrektem Copyright verwenden.

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